Sicherheitstests: Security-Check mit Metasploit 3, Meterpreter
PC-Sicherheit selbst testen
Hacken ist schon lange keine Glückssache mehr. Mit Baukasten-Systemen wie Metasploit 3 konstruiert man Cracker-Tools systematisch und menügesteuert.
Wie bekomme ich Macht über fremde Computer? -- Das ist eine zentrale Frage aller Cracker. Exploits sind die Antwort: Mit ihnen bringen Cracker einen Computer dazu, das zu tun, was sie wollen. So fasst es die Computersicherheitsseite Learn Security Online www.learnsecurityonline.com zusammen.
Werkzeug oder Bombe?
- Regelmäßige Updates Ihrer Anwendungsprogramme und Ihres Betriebssystems beseitigen Sicherheitslücken.
- Virenscanner können schädliche Programme aufspüren, die Exploits enthalten.
- Firewalls von Windows Vista und Windows XP schützen Sie vor den meisten Angriffen aus dem Web. Noch besser sind eigene Sicherheits-Suiten.
- Vorsichtiges Vorgehen beim Öffnen von E-Mail-Anhängen und beim Browsen im Web schützt Sie davor, aus Versehen schädliche Programme zu starten.
Wer ungebeten in ein fremdes Computersystem eindringt, macht sich strafbar. Mit dem im Mai 2007 eingeführten Paragrafen 202c des Strafgesetzbuches bewegt man sich schon beim Herumspielen mit Tools wie Metasploit in einer juristischen Nebelbank.
202c stellt sogar das „Sich-Verschaffen“ eines Hackprogramms unter Strafe. Der Paragraf soll zwar nur dann greifen, wenn der Anwender eine Straftat vorbereitet. Wer kann aber genau sagen, wie so eine Vorbereitung aussieht? Juristen können es nicht. Denn die Anwendung von 202c ist noch nicht durch einschlägige Gerichtsentscheidungen geklärt.
Anwender, die sich nicht mit IT-Sicherheit befassen, lassen also am besten die Finger von Metasploit und ähnlichen Tools. Juristischer Ärger droht.
Was sollen aber Sicherheitsfachleute tun, die sich mit solchen Programmen beschäftigen müssen? Rechtsexperte Dennis Jlussi (www.jlussi.eu/wp-content/uploads/2007/ 10/jlussi_leitfaden_web.pdf) empfiehlt folgende Sicherheitsmaßnahmen:
Sorgfalt: Hacktools sollten nur in einer von anderen Netzen und PCs abgeschotteten Umgebung ausprobiert werden. Der Tester muss dafür sorgen, dass niemand außer ihm und seinen Kollegen Zugang zu den Tools hat.
Dokumentation: Der Zweck der Experimente, deren Verlauf und die Ergebnisse sind festzuhalten.
Einwilligung: Falls fremde Rechner betroffen sind, sollten sich Tester im Vorfeld eine schriftliche Genehmigung der Eigentümer besorgen.
Genügend Systemspeicher (4 GByte und mehr) und Rechenleistung vorausgesetzt, betreibt man mit diesen Programmen sogar mehrere virtuelle PCs parallel in einem virtuellen Netzwerk. So simuliert man zum Beispiel einen Web-Angriff auf ein „Opferlamm“, einen Rechner ohne Sicherheits-Patches und ohne Sicherheits-Software.
Das Metasploit-Paket selbst hat einen eigenen Webserver, der komplett ungeschützt ist. Er ist also selbst fast eine schriftliche Einladung an Cracker, den jeweiligen PC anzugreifen. In der Standardeinstellung nimmt Metasploit zwar nur Verbindungen vom lokalen System entgegen. Diese Einstellung muss man für Netzwerk- Experimente jedoch gelegentlich ändern. Schon aus diesem Grund ist es nicht klug, das jeweilige Testsystem direkt mit dem Web zu verbinden. Am besten ist es hinter einer Firewall aufgehoben. Aber Vorsicht! Auch virtuelle PCs sind nicht immer sicher und die Virtualisierungs-Software sollte regelmäßig aktualisiert werden.
Metasploit gibt es in einer Version für Windows und in einer etwas leistungsfähigeren Linux-Version. Diese Version funktioniert unter jeder Linux-Distribution, die Metasploit- Macher empfehlen aber ein für Sicherheitstests optimiertes Linux mit Namen BackTrack (www.remote-exploit.org/backtrack.htm), das auf der Slackware-Distribution (www.slackware.com) basiert.




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