Exjustizministerin will E-Gesundheitskarte begraben
Die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) fordert den Verzicht auf die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte, die ihrer Meinung nach den größten Datenberg aller Zeiten produzieren wird - mit entsprechend hoher Missbrauchsgefahr.
"Die elektronische Gesundheitskarte wird den größten Datenberg aller Zeiten bringen mit personenbezogenen Daten, wie sie persönlicher nicht sein könnten. Sie ist ein Projekt, bei dem die Missbrauchsgefahr gigantisch und das datenschutzrechtlich eine riesige Katastrophe sein wird", sagte die Politikerin der Leipziger Volkszeitung.
"Die Datenaufsicht muss in die Lage versetzt werden, ohne Anlass stichprobenartige Kontrollen in Unternehmen durchführen zu können." Nur durch den Gang in Unternehmen wie Callcenter könne verhindert werden, dass es zu rechtswidrigen Praktiken komme.
Noch ist der Datenschutz und dessen Kontrolle im Unternehmensbereich unzureichend, sagte Leutheusser-Schnarrenberger gegenüber der Leipziger Volkszeitung.
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